Kampf dem Faschismus! 90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
24. Juli 2026

Ein Tag der Erinnerung und Mahnung, gemeinsam veranstaltet von den Kreisvereinigungen Potsdam und Märkisch-Oderland, der Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 sowie der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes
Im Juli 1936, vor 90 Jahren, begann mit dem Putsch rechter Militärs gegen die demokratisch gewählte Regierung der Volksfront der Spanische Bürgerkrieg. Mit ihm erreichte die seit Ende des 19. Jahrhunderts andauernde Auseinandersetzung zwischen Republikaner*innen und Arbeiterbewegung auf der einen sowie rechten Militärs, Großgrundbesitzern, Faschisten und katholischer Kirche auf der anderen Seite ihren Höhepunkt. Durch die rasche Internationalisierung des Krieges – Deutschland und Italien unterstützen die Franquisten, die Sowjetunion die Republik – nahm die Konfrontation den Charakter eines militärischen Vorspiels des Zweiten Weltkriegs an. Da auf Seiten der Republik auch Freiwillige aus 53 Ländern, die Internationalen Brigaden, kämpften, wurde der Spanische Bürgerkrieg zugleich zu einem Sinnbild des linken Internationalismus und der Solidarität.
Nach ihrem Sieg regierten die Militärs mit Francisco Franco an der Spitze bis zu dessen Tod 1975. Noch heute ist der Bürgerkrieg und die sich daran anschließende Diktatur, die ihre Gegner in Konzentrationslager sperrte und zur Zwangsarbeit heranzog, eine Vergangenheit, die nicht vergehen will. Zwar hat die spanische Erinnerungsbewegung in den vergangenen Jahr viel erreicht. Doch noch immer sind viele Massengräber ungeöffnet, und mit dem jüngsten Aufschwung der Faschisten von der Partei Vox stehen längst wieder Kräfte bereit, die offen an den Franquismus anknüpfen. 90 Jahre nach dem Spanischen Bürgerkrieg geht es uns nicht allein um Erinnerung. Wir wollen uns die Geschichte – in all ihren Widersprüchen – vor Augen halten. Der Kampf der Republik gegen ihre faschistischen Gegner im In- und Ausland, ihr Ruf nach Solidarität, dem 33.000 Menschen aus 53 verschiedenen Ländern folgten (davon viele aus Deutschland, Österreich und Italien, wo sie zuvor blutige Niederlagen im Kampf gegen den Faschismus erlitten hatten) ist uns auch eine Mahnung für die Gegenwart. Die Linke braucht mehr denn je Austausch und Vernetzung. Gräben müssen überwunden, Kräfte gebündelt werden für den so wichtigen Kampf, der doch Voraussetzung für alles Kommende ist: den Kampf gegen den Faschismus. In diesem Sinne bleibt der »Schwur von Buchenwald« unser Motto: »Die endgültige Zerschmetterung des Nazismus ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal.«
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Sa., 26. September 2026, ab 14.30 Uhr
freiLand Potsdam, hausZwei, Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam
Programm
15:00 Uhr
Vortrag: 90 Jahre Spanischer
Bürgerkrieg. Eine Einführung.
Von Werner Abel
16:30 Uhr
Vortrag: Zwei Ikonen des
Widerstands – Marina Ginestà
und Lucía Sánchez Saornil.
Von Birgit Kirberg
17:30 Uhr
Lieder des antifaschistischen
Widerstands. Gesungen vom
Berliner Antifachor
Ab 18:00 Uhr
Abendessen
von der Solikante
19:30 Uhr
Vortrag und Lesung: Egon
Erwin Kisch im Spanischen
Bürgerkrieg. Von Georg Pichler
und Joachim Gatterer
Begleitend
Ausstellung zu den
Internationalen Brigaden und
Informationsstände
Veranstaltet von:
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
KV Potsdam (www.potsdam.vvn-bda.de) und
KV Märkisch-Oderland (www.mol.vvn-bda.de)
Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 e. V. (www.kfsr.info)
Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e. V. (www.rotes-nowawes.de)


