Unerträgliche Relativierung des Nationalsozialismus bei „Querdenken 334 Strausberg“

31. März 2021

Seit Wochen demonstriert die „ Initiative Querdenken 334“ am Bahnhof Strausberg Stadt gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Bei der Kundgebung am 24. März 2021 wurde in einem Redebeitrag der Nationalsozialismus verharmlost, indem die Corona-Impfkampagne in einen direkten Bezug zu den Medizinverbrechen der Nationalsozialisten gestellt wurde.

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Hanau-Gedenken am 19. Februar 2021 in Strausberg

22. Februar 2021

Am Freitag fand in Strausberg eine von uns mitorganisierte Mahnwache in Erinnerung an die Opfer von Hanau statt, an der sich über 70 Leute beteiligten.

Aufruf zum antirassistischen Gedenken ein Jahr nach den Morden von Hanau

15. Februar 2021

Am 19. Februar 2020 wurden Ferhat Unvar, Fatih Saracoǵlu, Gökhan Gültekin, Kaloyan Welkow, Mercedes Kierpacz, Vili Viorel Páun, Said Nesar Hashemi, Hamza Kurtović und Sedat Gürbüz bei einem rassistischen Terroranschlag in Hanau getötet. Der Täter erschoss sie in zwei Shishabars und auf der Fahrt zwischen den beiden Orten. Anschließend erschoss er auch seine Mutter Gabriele Rathjen.
Das Leben der Angehörigen der Opfer, und ihrer Communities wurde erschüttert. Der Anschlag zeigt einmal mehr, dass Menschen in Deutschland nicht nur alltäglich mit Rassismus konfrontiert werden, sondern auch immer öfter um ihr Leben fürchten müssen. Nichts kann Menschen diese Angst nehmen. Niemand kann Ferhat, Fatih, Gökhan, Kaloyan, Mercedes, Vili, Said, Hamza, Sedat und Gabriele ins Leben zurückholen.

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Leserbrief zu „Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus“

2. Februar 2021

(in MOZ vom 28. 01. 2021, Seite 13)

Die im letzten Absatz des gelungenen Artikels erwähnte kleine Gedenkfeier der Bürgermeisterin von Strausberg hat offensichtlich nicht mehr Worte verdient. Sie sollte ja coronabedingt in kleinem Rahmen stattfinden; Kommunalpolitiker waren auch eingeladen. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen wurde nicht eingeladen. Also veranstalteten wir unsere eigene, kleine Gedenkfeier. Die etwa 20 anwesenden, vorwiegend jungen TeilnehmerInnen, gedachten in würdiger Form der Opfer des Faschismus unmittelbar vor der Veranstaltung der Bürgermeisterin und bildeten anschließend dann die Masse des Publikums für das städtische Gedenken – mit großem Abstand und Maske, entsprechend der Hygienevorschriften. Das hätten wir, offiziell eingeladen, beim Gedenken der Stadt auch so gemacht. Aber so fühlten wir uns etwas ausgegrenzt, also nicht sonderlich erwünscht, wie schon zum Pogromnachtgedenken am 9. November. Dabei wären wir mit einer kleinen Geste, begrenzte Teilnahme von 2 bis 3 Vertretern unserer Vereinigung schon sehr zufrieden gewesen, weil eben beachtet. Unabhängig davon werden wir, wenn sich die Zeiten wieder normalisiert haben, gern der Einladung zu städtischen Gedenkveranstaltungen folgen und auch wieder aktiv an der Gestaltung mitwirken, wenn es gewünscht wird. Gedenken ist unteilbar und wir lassen uns von einer weggelassenen Geste seitens der Stadt auch nicht auseinander dividieren.

Wolfram Wetzig

Kreisvorsitzender VVN-BdA MOL

Erinnern heißt Verändern – Opfern rechter Gewalt gedenken

1. Februar 2021

Erinnern heißt Verändern – Opfern rechter Gewalt gedenken

Am Sonntag, dem 31.Januar 2021, trafen sich Mitglieder des VVN-BdA MOL gemeinsam mit Unterstützer_innen der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt in Märkisch Oderland für eine Gedenkkundgebung für Phan Văn Toản am S-Bahnhof Fredersdorf.

Phan Văn Toản wurde am 31.Januar 1997 von lokalen Neonazis so brutal zusammengeschlagen, dass seine Halswirbelsäule bricht und er drei Monate später an den Folgen des Angriffs in einer Rehabilitationsklinik verstirbt. Bis heute erinnert kein Gedenkstein an diesen brutalen Mord, Phan Văn Toản wird von der Bundesregierung nicht als offizielles Opfer rechter Gewalt geführt.

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Redebeitrag zum Gedenken an Phan Văn Toản

1. Februar 2021

Vor 5 Tagen, am 27. Januar, standen wir in einer ähnlichen Runde in Strausberg. Wir gedachten den vielen Menschen, die den Nazis zum Opfer gefallen sind. Am Abend gab es in der ARD einen Beitrag von Esther Bejarano, der 97-Jährigen Auschwitz-Überlebenden. Esther Bejarano ist Mitglied im Internationalen Auschwitz-Komitee sowie in unserem Verband, dem VVN-BdA. Sie sagte:

Wir erinnern, um zu verändern.

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Wir erinnern, um zu verändern.

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Einladung: Antifaschistische Gedenkwanderung | 08.-10.10.2021

27. Januar 2021

der Kreisverband der VVN-BdA Märkisch-Oderland möchte euch herzlich zu unserer zweiten antifaschistischen Gedenkwanderung vom 08.-10. Oktober 2021 einladen.

Inhalt:
Das KZ-Außenlager Wulkow und Buckow im Jahr 1945
Unser Wanderseminar führt in das Herz der Märkischen Schweiz. Ausgehend von der Naturbildungsstätte „Drei Eichen“ bei Buckow (Unterbringung) werden wichtige Orte der Geschichte des National-sozialismus in Märkisch-Oderland erwandert. Eine Wanderung wird zum ehemaligen KZ-Außenlager Wulkow führen. Vor-Ort und auf dem Hin- und Rückweg wird beispielhaft anhand von Biographien die Situation in Wulkow in der Zeit der NS-Herrschaft beschrieben. Außerdem wird der Blick auf die Zeit unmittelbar nach der Kapitulation Hitlerdeutschlands in Buckow gerichtet: Was machten bis zu 20.000 italienische Kriegsgefangene in Buckow? Aino Stratemann, Mitherausgeberin des Buchs „Mario Magonio, Tagebuch einer Deportation“ wird auf diese ungewöhnliche Geschichte des kleinen Orts eingehen. Weitere Stationen und Inhalte sind in Planung.

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Mahnwache zum Gedenken an Phan Van Toan

25. Januar 2021

Am 31. Januar 1997 wird der damals 42-Jährige Phan Văn Toản am S-Bahnhof Fredersdorf von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Nach einem Überlebenskampf in der Notaufnahme wird Phan Văn Toản
querschnittsgelähmt in eine Rehabilitationsklinik verlegt. Dort stirbt er drei Monate später an akutem Herzversagen als Folge des Angriffs.

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Jahresplanung 2021

22. Januar 2021

Strausberg, 20. Januar 2021

Liebe Mitglieder des KV VVN-BdA MOL, liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten,

ich hoffe, dass alle gut in das neue Jahr gestartet sind und wünsche vor allem gute Gesundheit in dieser doch sehr speziellen Zeit.

Nicht wissend, wann sich die Situation normalisieren wird, unterbreitet der Kreisvorstand einen Vorschlag für die Schwerpunkte unserer Arbeit im Jahr 2021.

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Jahresbilanz 2020

18. Dezember 2020

Liebe Mitglieder des Kreisverbandes der VVN-BdA Märkisch Oderland, liebe Freundinnen und Freunde,

ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Es ist Zeit für eine Bilanz unserer Arbeit. Insgesamt stand die Tätigkeit unserer Organisation seit März im Zeichen der Corona-Pandemie, die mit ihren Einschränkungen wesentlichen Einfluss auf unsere Arbeit hatte. Zu allererst gilt es festzustellen, dass zum Glück keines unserer Mitglieder bis jetzt von der Krankheit betroffen wurde und es ist zu hoffen, dass das auch zukünftig so bleiben wird.

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